Medientreffpunkt Mitteldeutschland

Medien


.

Medien Branche Kanäle Akteure 221x300 Medien

Was definiert Medien? Von Kanälen über Produzenten bis hin zu innovativen Ausgabe- und Rezeptionsformaten reicht die Bandbreite.

Ein Schlagwort, das viele Aspekte umfasst: “Medien“. Denn es meint nicht nur eine ganze, sehr vielschichtige Branche, es beschreibt auch ein ganzes Universum an Tätigkeiten und Berufsbildern, steht für Kreativität genauso wie für faktizierende Sachlichkeit, für Kanäle und Kommunikationswege ebenso wie für einzelne Beteiligte oder Akteure: Medien sind nicht zuletzt auch die kreativen Ergebnisse der gestalterischen und inhaltlichen Arbeit und im besten Fall der Leidenschaft dieser Reporter, Gestalter, Redakteure und Herausgeber.

Und es ist nicht nur das Internet, auch wenn die Bedeutung des Online-Sektors immer weiter zunimmt. Medien, das sind auch heute noch vor allem die klassischen Kanäle von Zeitungen und Zeitschriften über Hörfunk bis zum Fernsehen. Sie alle verbreiten Nachrichten oder schaffen Unterhaltungswerte, sie informieren ihre Leser oder faszinieren ihre Zuschauer.

Und sie alle stehen ständig vor der Herausforderung, auf Entwicklungen im Kommunikationsbereich und im Online-Marketing zu reagieren, Innovationen selbst voranzubringen, Trends selbst zu gestalten. Ob Nischen-Publikation oder Massen-Sender, großer Verlag oder einzelner Freier Mitarbeiter: Wer im Bereich Medien tätig ist, muss immer auch nach vorne schauen…

Übersicht

 

Medien als Vermittler

Medien als Vermittler Medien  Das Selektieren, Aufbereiten und Verbreiten von Informationen ist die Grundlage und Existenzberechtigung dieser Branche. Wie dieses Vermitteln von Nachrichten, Gewichten und Einordnen von Geschehnissen jedoch konkret aussieht, ist von Medium zu Medium völlig unterschiedlich. Und auch wenn Interviews, Reportagen und Berichte eher die klassischen Wege news- und sachbezogener Informationsvermittlung sind: Die Medienbranche ist nicht deshalb so vielfältig und innovativ, weil alle dasselbe tun. Die Herausforderung für ein erfolgreiches Etablieren im Kommunikationsmarkt besteht darin, als Medienhaus und auch als produktiver Medienmacher sein ganz eigenes Profil zu finden – und auf diesem Wege sein ganz eigenes Publikum zu binden. Wer das erreicht, der kann sogar mit Glossen und Features News-Werte verbreiten. Ein häufiger Trend, verschiedene Profile zusammen zu bringen, sind deshalb Medienkooperationen, die mitunter recht kreativ gestaltet sind.

Interessante Artikel zu diesem Thema:

  1. Medien-Entwicklungen im Bereich Rundfunk
  2. Medienkooperationen entwickeln

Auch für die Zukunft wird der Weg zum erfolgreichen Medienmachen die Akteure der Branche eher zusammen- als auseinanderführen. Es gilt, neue Medienformen einzubinden in alte Strukturen – und beispielsweise als traditionsreicher Verlag offen zu sein für die Kooperation mit einem Blogger, einer Redaktion, einer Kommunikations-Agentur – um sich als etablierter TV-Sender mit Twitter als Weg der Ad-hoc-Berichterstattung auseinanderzusetzen, im Print mittels QR-Code die Offline-Online-Schwelle zu überwinden und auch Tablet-Abbildungen als moderne “Druck”-Form in Betracht zu ziehen.

 

Wo Kanäle sich ständig verändern – was bleibt?

Bei aller Trendverliebtheit einer durchaus innovationsfreudigen Branche: Es gibt einige Dinge, die früher wie heute gelten in der schnelllebigen Medienwelt. Dazu gehört das professionelle journalistische Handwerk. Denn handwerklich sauberes Recherchieren, Formulieren und Gestalten, das muss der Fachredakteur des offline erscheinenden Magazins genauso beherrschen wie der Online-VJ, der Blogger sollte es ebenso umsetzen können, wie der Produktionsleiter einer TV-Sendung. Denn angesichts der zunehmenden Informationsflut gilt heute noch viel mehr als früher, dass das professionelle Arbeiten der Fokus jedes erfolgreichen Medienschaffens sein muss. Beim Produzieren kann es dabei sowohl um schnelle Informations-Häppchen als auch umfassende kreative mediale Werke mit Langlebigkeits-Anspruch gehen: Ob das Hauptziel nun Informieren oder Unterhalten ist, die objektive Sachlichkeit einer Tagesschau oder die recht subjektive Persiflage einer heute-Show angestrebt wird: Um hochwertige redaktionelle Arbeit inklusive Quellenprüfung kommt kein Medium herum.

 

Medium Internet & seine Grenzen

Medium Internet und seine Grenzen Medien

Klassische Medien und Internet-Geschäft: fragile Allianzen

Zwar ist das WWW per definitionem ja eigentlich grenzenlos. Allerdings ist es genau diese Grenzenlosigkeit, die klassischen Medien zu schaffen macht. Das größte Problem der medialen Inhaltsproduzenten – von TV-Sender bis Magazinverlag – ist die freie Verfügbarkeit so vieler eigentlich urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet.

Per sé wäre das noch kein Problem – gäbe es eine ähnlich gut funktionierende Refinanzierung wie beispielsweise die Werbe-Finanzierung des privaten Rundfunks. Allein: Während die in produktivem Medienschaffen und in gewohnt aufwendiger journalistischer Arbeit gestalteten Beiträge kostenlos für jedermann abrufbar sind, halten sich die Werbeeinnahmen der Medien im Web in sehr engen Grenzen (Einzig Soziale Netzwerke und ähnliche Plattformen schaffen es heute bereits im Ansatz, sich tatsächlich über das gezielte Schalten von Anzeigen zu refinanzieren.)

Das Zauberwort in der Branche lautet deshalb Paid Content – und meint nichts anderes, als im medialen Offline-Geschäft seit jeher Gang und Gäbe ist: das Bezahlen der konsumierten Medieninhalte durch die Nutzer. Für diesen Ansatz ernten Verlage & Co. allerdings keine Begeisterung auf User-Seite:  “Was bieten mir die Medien bezahlt, was ich nicht schon kostenlos bekomme?” ist eine berechtigte Frage.

Die Antworten darauf sind durchaus vielfältig:

 

Soziale Netzwerke als mediale Plattformen der Zukunft

So suspekt ihnen das millionenfache Teilen und die unverblümten User-Meinungen oft sind: Um neue Soziale Medien kommen auch die Produzenten und Herausgeber klassischer Kommunikationsformen heute nicht mehr herum. Ob auf Facebook der neueste SPIEGEL-Titel hart diskutiert wird oder via Twitter die Bewertungen zu Günther Jauchs Outfit ausgetauscht werden: Social Media ist heute ebenso Teil der Medienrezeption wie der Medienkreation. Und warum sollten die Verlage dies nicht aktiv nutzen? – Viele Medien bieten heute beispielsweise Foren zum Austausch über ihre Themen an oder haben zumindest Kommentar-Funktionen für ihre Leser in petto. Als Herausgeber beziehungsweise Betreiber einer Website darf man da natürlich nicht zurückschrecken vor teils heftig entbrennenden Diskussionen. Doch auch hier gilt wieder: Wer seine journalistischen Hausaufgaben gemacht hat, kann sich beruhigt jeder Diskussion mit der Netzgemeinde stellen.

.

Wenn diese Schwelle erst einmal überwunden ist, ist der nächste Schritt oft nur noch Formsache: die Einbeziehung des Nutzers als Quelle und Mitgestalter von Inhalten. Dieses Konzept des User Generated Content bereichert heute zahlreiche Beiträge – selbst klassische Medien verweisen inzwischen gern auf Inhalte, die die Webgemeinde hervorgebracht hat. Natürlich gilt auch hier: Die journalistische Sorgfaltspflicht muss gewahrt werden – besonders im gern als rechtsfreien Raum wahrgenommenen Internet sollten professionelle Medienmacher auch professionell auftreten. Das Kopieren privater Facebook-Bilder zur Bebilderung von Zeitungsartikeln beispielsweise sollte ohne Zustimmung der Abgebildeten tabu sein.

 

Wichtige Ansätze rund um das Thema: “Was bedeutet Social Media für die Medien?”

Social Media und die Medien Medien

Social Media und mobile Anwendungen: Die aktuellen großen Herausforderungen und Chancen für die Medien.

  • Teilen medialer Inhalte
    Zur Verbreitung der eigenen Web-Inhalte eignet sich die Einbindung von Social Media-Buttons hervorragend.
  • Recherche-Quelle
    In der journalistischen Recherche bieten sich themenbezogene Foren, Facebook-Gruppen u.ä. als Quelle geradezu an.
  • Meinungen verfolgen
    Wie entwickelt sich die Stimmungslage zu einem Thema? Das lässt sich in den Netzwerken hervorragend eruieren.
  • Multiplikatoren finden
    Auf der Suche nach versierten Gesprächspartnern oder Weiter-Verbreitern hilft die Recherche in den Sozialen Medien.
  • Traffic generieren
    Über das Posting von Content in Sozialen Netzwerken lassen sich User auf die eigenen Web-Angebote locken.
  • Community-Building
    Die Königsklasse der Leser-Bindung ist der Aufbau einer eigenen treuen Nutzer-Community.

 

Medien als Trendsetter – Wunsch oder Wirklichkeit?

Eine oft gestellte Frage lautet “Schaffen die Medien die Trends – oder reagieren sie nur darauf?” Hierzu lässt sich sagen: Sowohl als auch. Die Medienbranche ist traditionell einer der Bereiche, in denen sich Innovationen entwickeln, beziehungsweise, die Innovationen aktiv voranbringen. Gleichzeitig beschäftigt sich die Branche natürlich auf einer Meta-Ebene mit den Entwicklungen, hinterfragt deren gesellschaftliche Relevanz und Auswirkungen. Nicht selten etablieren sich so Journalisten zu regelrechten Fachexperten – die von ihren Kollegen dann gern in Diskussionsrunden und Branchen-Panels befragt werden. Dennoch: Jeder Trend ist nur so gut, wie seine Akzeptanz bei der Zielgruppe – selbst medial gehypte vermeidliche Supertrends gehen ganz schnell unter, wenn die kreative Webgemeinschaft sie nicht mitträgt, wie beispielsweise das dereinst hochgejazzte Portal Second Life.

Im Grunde ist auch dies ein Beleg dafür, dass traditionelle Werte und Tugenden auch in modernen Medien gelten: Wo früher für den Leser (der Lokalzeitung, des Fachblattes oder des Boulevardmagazins) produktiv gearbeitet, gestaltet und geschrieben wurde, muss heute dem Nutzer schmecken, was die Verlage ihm präsentieren. Wer also früher wie heute zuerst und vor allem die Zielgruppe im Blick hat, wird zumindest inhaltlich immer die Nase vorn haben.


Weitere interessante Artikel zum Weiterlesen